Dezemberruhe und Leben im Herrenhaus Padure

Der Dezember im Herrenhaus Padure kommt immer anders. Er ist ruhiger, eher nach innen gerichtet, aber gleichzeitig ungewöhnlich erfüllt. Dieser Monat wird uns durch herzliche Gespräche, kreative Funken und den internationalen Geist, der in die alten Mauern des Herrenhauses einzog, in Erinnerung bleiben.

Internationale Freundschaft und Arbeitsfreude

Diesen Winter begannen wir gemeinsam mit zwei Freiwilligen aus Israel. Ihre Anwesenheit brachte eine ganz andere Dynamik in das Herrenhaus – während sie bei verschiedenen technischen Arbeiten halfen, entstanden gleichzeitig wunderschöne Video-Geschichten über Padure. Solche Workaway-Kooperationen sind für uns von unschätzbarem Wert. Es geht nicht nur um die erledigte Arbeit; es ist eine Gelegenheit, unser Herrenhaus, Lettland und das Landleben mit anderen Augen zu sehen. Es erinnert uns immer wieder daran, wie verschieden wir in unseren Kulturen sind, aber wie ähnlich in unseren Träumen und unserer Liebe zur Arbeit.

Räume, die zum Schaffen inspirieren

Im Dezember wurde das Herrenhaus auch zum Schauplatz eines besonders prachtvollen Fotoshootings. Eine Dame zauberte gemeinsam mit einem professionellen Fotografen eine ganze Geschichte in die Räume des Herrenhauses. Für jedes Outfit wurde ein eigener Raum, ein eigenes Licht und eine eigene Stimmung gewählt. Interessanterweise sehen wir gerade bei Fotoshootings am besten – im Herrenhaus Padure vergeht die Zeit anders. Eine Stunde reicht nicht aus, um alles festzuhalten. Jede Ecke, jeder Lichtschatten an der Wand offenbart neue Details, die man anfangs gar nicht bemerkt.

Feiertage ohne Eile

Obwohl draußen der Winter regierte, kühlte das Interesse an der Geschichte des Herrenhauses nicht ab – die Führungen gingen weiter und die Gäste kamen, um unsere Innenräume auch in der Dezemberkälte zu besichtigen.

Im Herzen der Feiertage verwandelte sich das Herrenhaus in ein echtes Zuhause. Sowohl zur Wintersonnenwende als auch zum traditionellen Weihnachtsfest herrschte ein Gefühl von Frieden und Gemeinsamkeit. Besonders in Erinnerung bleibt uns die große 20-köpfige Familie, die bei uns feierte – ohne die Hektik der Stadt, mit langen Gesprächen und gemeinsamen Mahlzeiten. Aber einer der herzlichsten Tage war der, an dem wir gemeinsam mit unseren Mitstreitern Lebkuchen backten. Unsere speziellen Lebkuchenformen des Herrenhauses Padure und der Duft, der die Säle erfüllte, schufen das wahre Gefühl – das Herrenhaus erwacht in diesen Momenten förmlich zum Leben.

Ein Neuanfang in historischer Ruhe

Wir ließen das Jahr mit einer Familie aus Liepāja ausklingen, die sich entschied, den Lärm des Neujahrsfeuerwerks gegen die Stille und Weite des Herrenhauses einzutauschen. Solche Momente sind die beste Erinnerung daran, dass ein Herrenhaus nicht nur ein Baudenkmal ist. Es ist ein Erlebnis, das wir uns selbst und anderen schenken.